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Schnelle Hilfe in den entscheidenden Minuten

BRK-Bereitschaft Mainburg startet Helfer-vor-Ort (HVO)

Mainburg. Seit Samstag, 18. Juli 2026, ist in Mainburg ein neuer Helfer vor Ort (HvO) des Bayerischen Roten Kreuzes im Einsatz. Ziel des ehrenamtlichen Angebots ist es, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei medizinischen Notfällen zu überbrücken. Gerade in den ersten Minuten eines Notfalls kann schnelle Hilfe entscheidend sein – insbesondere dann, wenn der örtliche Rettungswagen bereits in einem anderen Einsatz gebunden ist. 

Die Umsetzung des Projekts gelang nach etwa einem Jahr der Planung. Maßgeblich dafür verantwortlich waren Bereitschaftsleiter Sebastian Soost und sein Stellvertreter Sebastian Altmann, die den Aufbau des HvO mit großem Engagement vorangetrieben haben. Bereits am Tag der offiziellen Inbetriebnahme, dem 18. Juli, rückte der HvO zu seinem ersten Einsatz aus. In den darauffolgenden Tagen folgten bereits zahlreiche weitere Alarmierungen. 

Obwohl in Mainburg mit einem Rettungswagen (RTW) und einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) reguläre Rettungsmittel stationiert sind, führen steigende Einsatzzahlen, längere Einsatzdauern und weitere Transportstrecken im Landkreis Kelheim immer wieder zu verlängerten Hilfsfristen. Genau an dieser Stelle setzt der Helfer vor Ort an: Die medizinisch ausgebildeten Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaft Mainburg werden parallel zum Rettungsdienst durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Landshut alarmiert. Dank ihrer Ortsnähe treffen sie häufig bereits wenige Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort ein und übernehmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualifizierte lebensrettende Sofortmaßnahmen. 

Besetzt wird der HvO ausschließlich durch ehrenamtliche Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaft Mainburg. Sie engagieren sich zusätzlich zu ihren bereits bestehenden Aufgaben – unter anderem in der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Transport sowie im Fachdienst Technik und Sicherheit (TuS). 

Der stellvertretende Bereitschaftsleiter Sebastian Altmann bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten: „Dass sich unsere Ehrenamtlichen neben ihren bestehenden Aufgaben nun zusätzlich im Helfer-vor-Ort-Dienst engagieren, ist alles andere als selbstverständlich. Dieses Engagement verdient größten Respekt.“ 

Auch Mainburgs Bürgermeisterin Karoline Fitz-Ertlmaier begrüßt die neue Einrichtung ausdrücklich und bedankt sich für das Engagement der Ehrenamtlichen.  

Der Kreisbereitschaftsleiter Bernhard Steffel erinnert daran, dass der Start des HvO das Ergebnis langer Vorarbeit ist: „Seit rund einem Jahr haben wir gemeinsam an der Umsetzung gearbeitet und intensiv mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung um die Einrichtung gekämpft. Mit Unterstützung der örtlichen Politik ist es nun gelungen, den Helfer vor Ort in Mainburg auf den Weg zu bringen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Notfallversorgung in der Region.“ 

Auch BRK-Kreisgeschäftsführer Christoph Kühnl hebt die besondere Bedeutung des ehrenamtlichen Angebots hervor: „Die Helferinnen und Helfer erhalten für ihre Einsätze keinerlei Vergütung oder Aufwandsentschädigung. Sie schließen mit ihrem freiwilligen Engagement eine wichtige Lücke im Rettungssystem. Der Helfer vor Ort wird vollständig aus Eigenmitteln des BRK sowie durch Spenden finanziert und ist damit ein wertvoller Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung.“ 

Da der HVO nicht Bestandteil der gesetzlichen Regelversorgung ist, werden die Einsätze nicht von den Krankenkassen finanziert. Aktuell erfolgt der Dienst mit dem Mannschaftstransportwagen (MTW) der Bereitschaft Mainburg. Perspektivisch soll jedoch ein eigenes, speziell ausgestattetes Einsatzfahrzeug beschafft werden. Dafür ist das BRK auf Spenden angewiesen. Jeder Beitrag hilft dabei, die Ausstattung des HvO weiter auszubauen und die schnelle Hilfe vor Ort langfristig sicherzustellen. 

Wer die Bereitschaft Mainburg und den HVO-Dienst unterstützen möchte, kann dies gerne über Angabe des entsprechenden Verwendungszwecks („HVO Mainburg“) über unsere Spendenkonten. Wir danken herzlich für Ihre Zuwendung.

Spendenkonten: 

Kreissparkasse Kelheim: DE39 7505 1565 0000 0005 05  

Raiffeisenbank Kreis Kelheim eG: DE96 7506 9014 0000 0505 55  

Sozialbank AG: DE05 3702 0500 0020 1689 61  

 Unterscheidung HvO und Hausnotruf-Hintergrunddienst: 

Helfer vor Ort (HvO) 

Hausnotruf-Hintergrunddienst (HGD) 

Der Helfer vor Ort wird in der Regel bei akuten medizinischen Notfällen parallel zum Rettungsdienst über die Integrierte Leitstelle alarmiert. Ziel ist es, die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungswagen und Notarzt mit qualifizierter Erster Hilfe zu überbrücken. Die Einsatzkräfte sind medizinisch ausgebildete Ehrenamtliche des BRK und leisten lebensrettende Sofortmaßnahmen. Da der HvO eine freiwillige Zusatzleistung des Bayerischen Roten Kreuzes ist, werden die Einsätze nicht von den Krankenkassen finanziert. Der Dienst wird ausschließlich durch das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte sowie durch Spenden und Eigenmittel des BRK getragen. 

Der Hintergrunddienst des Hausnotrufs kommt zum Einsatz, wenn Hausnotrufkunden den Notrufknopf betätigen und keine unmittelbare lebensbedrohliche Situation vorliegt. Ehrenamtliche Mitarbeitende fahren zum Kunden, verschaffen sich Zugang zur Wohnung und leisten Unterstützung oder organisieren – falls erforderlich – weitere Hilfe. Der Hintergrunddienst ersetzt keinen Rettungsdienst und wird nicht zu regulären Notfalleinsätzen alarmiert. Im Unterschied zum Helfer vor Ort ist der Hausnotruf Teil eines vertraglich vereinbarten Angebots und wird über die Hausnotrufgebühren beziehungsweise – bei anerkanntem Pflegegrad und Vorliegen der Voraussetzungen – durch die Pflegekassen finanziert.