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Kommunaler Dialog im BRK-Seniorenheim Abensberg: BRK zu Gast bei Bürgermeistergesprächsrunde

Kreisgeschäftsführer Christoph Kühnl stellt die Arbeit des Roten Kreuzes vor. (Foto: Eberl/BRK)

Ende März war Kreisgeschäftsführer Christoph Kühnl zur Gesprächsrunde der Bürgermeister im Landkreis Kelheim geladen.

Kelheim. Der BRK-Kreisverband Kelheim war am 25. März zur Bürgermeistergesprächsrunde im Landkreis Kelheim geladen. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des Erweiterungsneubaus des BRK-Seniorenheims in Abensberg statt. Bürgermeister Blaschek eröffnete die Sitzung und begrüßte die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen sowie von sozialen Trägern.

Im ersten Teil der Versammlung stellten der Geschäftsführer der Caritas Kelheim, Stefan Killian, sowie Cornelia Schönfeld die Fachberatungsstelle für Wohnungsnotfallhilfe im Landkreis Kelheim vor. Das Angebot richtet sich an Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder bereits betroffen sind. Ziel ist es, durch Beratung und Unterstützung frühzeitig Lösungen zu finden und Wohnungsverluste zu vermeiden.

Nach aktuellen Zahlen waren im Jahr 2025 insgesamt 115 Personen im Landkreis von Obdachlosigkeit betroffen. Die Fachstelle versteht sich als niedrigschwellige Anlaufstelle und möchte durch präventive Maßnahmen zur Entschärfung der Situation beitragen. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass das Thema Wohnungsnot in vielen der insgesamt 24 Kommunen im Landkreis eine zunehmende Herausforderung darstellt. Seitens der Caritas wurde das Ziel formuliert, das Projekt langfristig fortzuführen und strukturell zu verankern.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Bereich der Kindertageseinrichtungen. Die Vertreter der Caritas stießen hierzu einen Austausch über steigende Anforderungen und Finanzierungsfragen an. 

Im Anschluss gab Christoph Kühnl, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverband Kelheim, einen Überblick über die Arbeit des Roten Kreuzes. Dabei stellte er die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung mit ihren sieben Grundsätzen sowie die Struktur mit 19 Landesverbänden in Deutschland vor. Zudem ging er auf die rechtliche Stellung des Bayerischen Roten Kreuzes ein.

Auf Landkreisebene präsentierte Kühnl die vielfältigen Formen der Mitarbeit im BRK, sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt, sowie die verschiedenen Einrichtungen und Tätigkeitsfelder. Aktuelle Themen im Kreisverband sind unter anderem der Neubau und die Sanierung des Seniorenheims in Abensberg, die Weiterentwicklung der Notfallversorgung, Fragen der Außenwirkung und Kommunikation sowie die wirtschaftliche und strukturelle Situation.

Als strategischen Ansatz betonte Kühnl die Bedeutung stabiler Führungsstrukturen, eines transparenten Strategieprozesses und einer angepassten Organisationskultur. Gleichzeitig kündigte er den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister an, Sie zu einem regelmäßigen Dialogformat einladen zu wollen, welches in Zukunft ein- bis zweimal jährlich in Einrichtungen des BRK stattfinden soll.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden insbesondere Fragen zur Notfallversorgung erörtert. Thematisiert wurde unter anderem das Patientenleitsystem IVENA. Diskutiert wurden zudem Herausforderungen durch eine hohe Anzahl an Fehleinsätzen, die - nach aktuellen Auswertungen des BRK - auf etwa 50 bis 60 Prozent zu beziffern sind. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung von Eigenverantwortung und rechtlicher Klarheit angesprochen, insbesondere bei der Frage, wann Patientinnen und Patienten vor Ort verbleiben können. Die Notwendigkeit weiterer Abstimmungen und gemeinsamer Lösungsansätze wurde von mehreren Teilnehmenden betont.

Wir möchten uns ausdrücklich bei den Kommunalvertretern für die Einladung sowie den offenen Austausch bedanken und sehen der zukünftigen Zusammenarbeit weiterhin positiv entgegen.

[Foto: Eberl/BRK]

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