An diesem Wochenende richtet der BRK-Kreisverband Kelheim eine groß angelegte Flächenprüfung für Rettungshundeteams aus. Insgesamt werden rund 40 Rettungshundeteams aus ganz Bayern erwartet – von Neustadt an der Aisch über Würzburg und Weiden bis hin nach Garmisch und ins Unterallgäu. Damit ist nahezu der gesamte Freistaat vertreten.
Die Flächenprüfung stellt eine zentrale Einsatzüberprüfung für Rettungshundeteams dar. Teilnahmevoraussetzung ist für die Hundeführer eine abgeschlossene Fachdienstausbildung. Zudem müssen die Teams bereits die Module „Verhalten und Grundfertigkeiten“ sowie „Gehorsam“ erfolgreich absolviert haben.
Im praktischen Prüfungsteil müssen die Teams innerhalb von 30 Minuten ein rund 45.000 Quadratmeter großes Waldgebiet nach vermissten Personen absuchen. Dabei können sich bis zu zwei sogenannte Versteckpersonen im Gelände befinden. Die Aufgabe des Hundes ist es, diese Personen zuverlässig zu finden und entsprechend seiner Anzeigeart zu melden. Der Hundeführer gibt anschließend eine strukturierte Lagemeldung per Funk ab, die unter anderem Standort, durchgeführte Maßnahmen und eventuelle Nachforderungen umfasst.
Die teilnehmenden Teams werden in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils von zwei erfahrenen Prüfern bewertet werden. Vor Beginn erhält jedes Team eine Lagebeschreibung sowie eine Karte des Suchgebiets und legt eigenständig eine geeignete Suchstrategie fest.
Die Flächenprüfung ist ein entscheidender Bestandteil der Qualitätssicherung in der Rettungshundearbeit. Nur erfolgreich geprüfte Teams dürfen im Ernstfall zu Einsätzen alarmiert werden. Die bestandene Prüfung ist für zwei Jahre gültig und muss anschließend erneut abgelegt werden, um die Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Die Ausbildung zum geprüften Rettungshundeteam ist anspruchsvoll und dauert in der Regel zwischen zwei und drei Jahren. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte trainieren dafür regelmäßig – im BRK-Kreisverband Kelheim zweimal wöchentlich, jeweils mittwochabends und samstags.
„Hier sieht man, wie essenziell und tiefgehend die Beziehung von Mensch und Tier ist. Es steckt viel Training, Zeit und Energie dahinter. Ich habe mich gefreut, hier heute dabei sein zu dürfen, und bin begeistert von den Menschen, den Hunden und dem Teamgeist, der durchwegs zu spüren war“, betont Julia Feichtmeier, zweite stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin des BRK-Kreisverbands Kelheim.
Mit der Ausrichtung dieser Prüfung leistet der BRK-Kreisverband Kelheim einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung hoher Qualitätsstandards in der Rettungshundearbeit.
